Erhalt der Kulturgüter

Es geht uns um den Erhalt der kulturellen Identität, der deutsch-europäischen Geschichte, die sich in der Baukultur widerspiegelt.

Das brandenburgische Kulturland wird von der jahrhundertealten Architektur- und Landschaftsgestaltung, von der Vor- und Nachkriegs- und der DDR-Kultur geprägt. Das Kulturerbe umfasst die bäuerliche, kleinstädtische und großgrundbesitzende Lebensweise, die Industriearchitektur, die Kirchen- und klösterlichen sowie gärtnerischen Anlagen, ebenso wie die Erinnerungsstätten, die Friedhofsanlagen und die DDR-Architektur.
Privatpersonen und ehrenamtliche Vereine versuchen Teile der Kulturstätten zu erhalten. Repräsentative Beispiel dafür sind:

Hugenottenhaus in Hammelspring (LK Uckermark)

Das Hugenottenhaus in Hammelspring ist ein Zeugnis der bäuerlichen Lebensweise aus dem 18. Jahrhundert bis in die heutige Zeit.

Bauarbeiten am Hugenottenhaus 2016
Seitenansicht, Bauarbeiten am Hugenottenhaus 2016

 

 

 

 

 

Ehemalige Tischlerei Blankenburg in Eberswalde (LK Barnim)

Die ehemalige Tischlerei ist ein Stahlfachwerkbau mit Klinkerausfachung. Ersterrichtet in Frankreich im ausgehenden 19. Jahrhundert, der Wiederaufbau erfolgte im Anfang des 20. Jahrhunderts im Messingwerk. Die Inneneinrichtung stammt weitgehend aus den 1930er Jahren. Die Produktion wurde erst 1994 eingestellt. Die Tischlerei ist in privater Hand und bleibt bleibt durch privates Engagement als denkmalgeschütztes Kulturgut erhalten.

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Tischlerei Blankenburg, 2014
Tischlerei Blankenburg, Innenansicht, 2014

 

 

 

 

 

Snethlage Museum in Kraatz (LK Oberhavel)

Das Mausoleum Snethlage befindet sich auf dem Friedhof des Straßendorfs Kraatz. Das Mausoleum ist ein Zeugnis der Friedhofskultur des 19. Jahrhunderts und die Ruhestätte der Eltern von Frau Dr. Emilie Snethlage. Sie gehörte zu den bedeutenden Naturwissenschaftlerinnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Forschungsvorhaben in der von Männern dominierten Wissenschaftswelt  etablieren konnte. Ihre  wissenschaftlichen Erkenntnisse werden im Ethnologischen Museum in Berlin aufbewahrt. Ihr Interesse galt vor allem der wissenschaftlichen Erforschung der Vogelwelt in Brasilien. Am Tag des offenen Denkmals 2016 wird die Gedenktafel für Frau Dr. Emilie Snethlage, der gebürtigen Kraatzerin, im Mausoleum angebracht. Die privaten Gedenkstättensanierer wurden für den brandenburgischen Denkmalpflegepreis 2016 vorgeschlagen.

Grabstätte der Familie Snethlage nach der Rekonstruktion, 2016
Innenraum des Mausoleums, 2016

Das Denkmalschutzgesetz verpflichtet aber nicht nur Privatpersonen sondern auch und vor allem die Landesregierung für den Fortbestand der Denkmallandschaft zu sorgen.